nav-ico

Die technische Perfektion.
Revox B700er Serie
Studiotechnik fürs Wohnzimmer.

 

Die wichtigsten Geräte der B700 Serie

B710 Kassetten Tonbandgerät
B710 Kassetten Tonbandgerät

 

Revox B710 (MK I und MK ll)

Kassettentonbandgerät (1981- 1984)

Mit der Entwicklung eines Kassettentonbandgerätes hatte man bei Studer Revox lange zugewartet, doch als es dann endlich auf den Markt kam, war das Revox B710 schon nach kurzer Zeit Marktleader.

Kernpunkt der Entwicklung war ein 4-Motoren-Laufwerk, das den hohen professionellen Ansprüchen des Hauses gerecht wurde. Das Laufwerk arbeitete ohne Riemen, Rutschkupplungen und mechanische Bremsen, verfügte dafür über zwei von einem gemeinsamen Quarz synchronisierte, direktantreibende Tonmotoren und zwei Wickelmotoren mit optischen Tachogeneratoren, die auch für die Bremsung zuständig waren. Der gesamte Bewegungsablauf wurde von einem Mikroprozessor gesteuert. Dadurch wurde eine bisher nicht bekannte Schonung des heiklen Kassettenbandes erreicht, bei gleichzeitig rekordverdächtigen Umspulgeschwindigkeiten. Dieses Präzisionslaufwerk wurde später selbst in den professionellen Kassettenmaschinen eingesetzt.

Die Verstärkerelektronik enthielt vier DolbyTM B-Prozessoren, bei der Version MK ll konnte sogar zwischen DolbyTM B und -C umgeschaltet werden. Damit und mit der professionellen 3-Kopf-Technik (Sendust/Ferrrit) wurde eine perfekte, dolbysierte Hinterbandkontrolle realisiert. Für eine optimale Aussteuerungskontrolle waren zwei LED-Ketten mit je 24 Leuchtdioden eingebaut. Die elektronische Drucktastensteuerung und ein elektronisches Zählwerk mit Timer-Funktion ließen auch für die Bedienung keine Wünsche offen.
1981 wurde das Revox B710 anlässlich der Consumer Electronic Show in Los Angeles als "herausragendste Neuentwicklung des Jahres" ausgezeichnet. An der gleichen Ausstellung wurde es 1984 wiederum ausgezeichnet als "herausragendste Neuentwicklung des Jahres im Bereich der Magnetton- und Studiotechnik".

B780 Receiver
B780 Receiver

 

Revox B780, FM Tuner - Verstärker (1980 - 1984)

Die Idee, die Technik von Verstärker B750 und Tuner B760 weiter entwickelt zu kombinieren und als Kompaktgerät B780 anzubieten, erschien vordergründig wie ein Rückschritt in die Radiozeit - wäre da nicht ein völlig neues Bauteil mit im Spiel gewesen. Das Geheimnis hieß "3278" und war ein Mikroprozessor, in dessen 4-kByte-Lesespeicher (ROM) rund 2000 Programminstruktionen zur Steuerung des B780 versteckt waren. Dieser Microprozessor hatte nun wirklich überall seine Finger im Spiel, und es gab kaum eine HF- oder NF-Baugruppe die nicht mit dem Mikroprozessor kommunizierte. Deshalb war es wichtig, Tuner und Verstärker beieinander zu haben.

Der Mikroprozessor ermöglichte die reine Drucktastenbedienung und eine Reihe neuer Vorgänge wie Frequenzsuchlauf (Scanning) in beiden Richtungen, numerische Frequenzeingabe, Speicherung von 18 Stationsfrequenzen und 7 Antennenrotorpositionen, elektronische Ein- und Ausgangsumschaltung des Vorverstärkers, Umschaltung der Lautsprecherausgänge, Ansteuerung der Digitalanzeigen, Überwachung der Endstufen und eine Reihe von Zusatzfunktionen wie Umschaltung der Deemphasis, Stereofilter, Stummschaltung usw. Der "Microcomputer controlled synthesizer FM Receiver" war der Beginn einer neuen Zeit. Bei den technischen Daten gab es nicht mehr Wesentliches zu verbessern, hingegen gewann der Bedienungskomfort stetig an Bedeutung.

Noch einem ausführlichen Test des Revox B780 mit dem Titel "Wunderknabe" schrieb Hans-Günter Beer in der Juli-Ausgabe 1980 des deutschen Magazins "AUDIO": "Dem Revox-Receiver kann ein exzellentes Preis-Qualitätsverhältnis bescheinigt werden. Wo erhält man sonst für 3000 Mark einen derart guten Tuner nebst einem hochwertigen Verstärker, gepaart mit extrem hohem Bedienungskomfort?"

B795 Tangential-Plattenspieler
B795 Tangential-Plattenspieler

 

Revox B795, Plattenspieler (1979 - 1984)

Mit dem Revox B795 wurde eine leicht abgemagerte, preislich günstigere Variante des B790 angeboten. Gleichzeitig änderte das Design und wurde besser dem Metallfinish der Hi-Fi-Anlagen angepasst. Dazu war die leicht abgeschrägte Bedienungsleiste übersichtlicher gestaltet. Die wesentlichen Einsparungen für einen Endverkaufspreis unter 1000 Franken wurden durch den Wegfall der digitalen Drehzahlanzeige und der Drehzahlfeinregelung erzielt.

Hingegen wurde das Gewicht des Plattentellers auf 2,1 kg fast verdoppelt. Der Rumpel-Geräuschspannungsabstand stieg auf 70 dB, die übrigen technischen Daten blieben praktisch unverändert.

Eine besonders interessante Anwendung mit einem Tangential-Tonarm des B795 realisierte Peter Thomas von der BBC in London. Zum besonders schonenden Abspielen von alten Edison-Wachszylindern baute er einen Edison-Player, der den hervorragenden Servoantrieb des B795 nutzte. Auch der Zylinderantrieb war hochwertig gelöst: mit dem Tonmotor einer Studer-A80-Tonbandmaschine, samt Servoelektronik!

B750 Vollverstärker
B750 Vollverstärker
B760 FM Tuner
B760 FM Tuner
go to top